Urheberrecht

March 29th, 2008

Ich hatte die Tage eine ebenso interessante wie auch erschreckende Diskussion zum Thema Urheberrecht mit einigen Bekannten im euIRC(Link).
Schon seit einiger Zeit besteht eine hitzige Diskussion des Chaos Computer Club, der Piratenpartei und einiger anderer Vereinigungen welche die aktuellen Maßnahmen zum Kopierschutz und die Rechtliche Verfolgung von MP3 Verbreitung im Internet anprangert.
Dabei hört man immer wieder Argumente wie “Rettet die Privatkopie”, “MP3 Download schadet der Musikindustrie nicht”, “Musik sollte Frei sein”.

Ich finde eigentlich die ganze Diskussion ziemlich realitätsfern. Es wird größtenteils mit lächerlichen Argumenten argumentiert mit dem Ziel weiterhin für lau Musik aus dem Internet laden zu können.

Ob das jetzt der Musikindustrie schadet oder nicht, soll bitte die Musikindustrie selbst beurteilen, ich denke da sollte niemand anders sich das Recht rausnehmen darüber zu urteilen. Immerhin ist es ihr gutes Recht ihre Prduktionen zu verkaufen und nicht zu verschenken.

In meinen Augen ist der illegale MP3 Download “Diebstahl” (auch wenn der rechtliche Begriff des Diebstahls davon abweicht), man nimmt sich etwas wofür Musiker hart gearbeitet und Labels eine Stange Geld ausgegeben haben ohne dafür zu zahlen. Es ist das selbe wie schwarzfahren: Sicher - die Züge und Busse fahren auch ohne mich, aber trotzdem ist es in gewisser Weise “Diebstahl” wenn man sich reinsetzt ohne zu zahlen.

An dieser Stelle hört man oft das Gegenargument “Musiker können auch über Konzerte und Merchandising verdienen”, aber da frage ich mich: Wer nimmt sich eigentlich das Recht den Musikern zu sagen wie sie ihr Geld zu verdienen haben? Sie erstellen ein Produkt und es sollte in deren Macht liegen dieses zu verkaufen und nicht zu verschenken.

Ich weiß nicht ob das an manchen Personen vorbeigegangen ist: Aber viele Musiker verdienen sich ihre Brötchen mit dem was sie tun. Wenn es Musiker gibt die dazu bereit sind ihre Musik frei zu vertreiben, dann ist das deren Entscheidung, aber das sollte immer noch die Entscheidung der Musiker bleiben.

5 Responses to “Urheberrecht”

  1. M@rtin Says:

    Deiner Argumentation kann ich folgen. Allerdings muss man schon teilweise gestehen, dass ein Musikalbum nicht die 15€ wert ist, die teilweise verlangt werden. Ok, man muss es nicht kaufen - logisch.
    Auf der anderen Seite kann man sich das Album online kaufen zum Download, was günstiger ist, aber eben nicht wesentlich günstiger. Ok, das ist Ansichtssache.

    Das Argument, dass sich jemand das Recht herausnimmt den Musikern oder Plattenfirmen vorzuschreiben, wie sie was verkaufen sollen ist auch nachvollziehbar, aber welches Recht nimmt sich der Staat heraus, der einem Kneipenbesitzer vorschreibt, dass er einen Raucherraum einzurichten hat. Nicht, dass ich das nicht gut finde (ich bin Nichtraucher), aber auch der Kneiper verdient damit sein täglich Brot und bekommt in seiner eigenen Kneipe vorgeschrieben, was er wie zu verkaufen hat (nämlich in getrennten Räumlichkeiten usw.).

  2. Dennis Kempin Says:

    Danke für deinen Kommentar. Was die Musik Wert ist muss denke ich jeder für sich beurteilen. Ich gebe auch gerne mal 18 Euro für eine Limitierte Edition mit DVD mit verschiedenen Extras/etc aus, wobei in dem Musikbereich den ich gerne höre denke ich auch andere Verhältnisse herrschen. Für eine Pop CD würde ich auch keine 15 Euro ausgeben wollen *g* (InsideOut als Label hat z.B. einen sehr guten Ruf um Gegensatz zu Sony und co)

    Beim der Raucherdiskussion bin ich eigentlich der selben Meinung. Ich finde es nicht richtig dass der Staat dort eingreift. Ich finde es als Nichtraucher natürlich auch angenehm, aber richtig finde ich das nicht.

  3. Oliver Says:

    Die Frage ist doch auch, ob die Künstler durch Piraterie wirklich zu Schaden kommen. Verlieren sie einen Kunden, einen Fan? Nein. Raubkopierer würden vermutlich so oder so nicht das Geld für die CD ausgeben. Nicht dass ich das jetzt richtig finde oder dass man das ignorieren sollte, im Gegenteil. Man sollte sich nur nicht darauf versteifen und seine Energie lieber seinen Fans widmen anstatt den nicht-Kunden hinterher zu jagen. In den Fans haben die Künstler auch treue Wiederholungskäufer.

    Zu den Rauchern. Tja… ich bin da etwas radikalerer Ansicht, schätze ich. Ich finde es auch nicht richtig, dass den Kneipern das vorgeschrieben wird - viel schöner wäre es wenn sie es von selbst tun würden! Manchmal muss man aber zu seinem Glück gezwungen werden. Was glaubt ihr wieviele Menschen täglich durch Passivrauchen zu schaden kommen? “Dann geh doch eben nicht dahin wo Raucher sind!”. Tja und wenn man zuerst da war und sich ein Raucher dickbräsig in die Nähe setzt und einen vollquarzt? Dann wird man auch noch angemeckert man solle sich nicht so anstellen, wenn man darum bittet, dass der Raucher damit woanders hingeht! Raucher sind meistens ignorant und verharmlosen ihre Sucht - und alle die sich darüber beschweren sind Spinner und Jammerlappen die wegen dem bisschen Rauch sofort losfellen. Tut mir leid, aber mein Recht gesudn zu leben ohne durch Abhängige eingeschränkt zu werden stelle ich für mich über die Profitgier dieser Industrie (Wieviel Euro nochmal pro Schachtel??). :)

  4. Oliver Says:

    Xardias, man kann den Text hier in dem Kasten kaum lesen bei einer hohen auflösung… hab dadurch ein paar vertipper im comment. ^^

  5. Walter Says:

    Sieh mal einer an, noch ein blogger im world wide web. :)

    Teile übrigens die Meinung deines Artikels. Diebstahl ist in meinen Augen jedoch zu hart obwohl die BWL entgangenen Gewinn wie Verluste berechnet. ;)

    Gruß
    Walter

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